Atemlos durch die Nacht….. Artikel der RZ über Mirkos Spendenlauf

Atemlos durch die Nacht….. Artikel der RZ über Mirkos Spendenlauf

Der guten Sache wegen: Im Laufschritt von Mayen nach Montabaur
Elvira Bell 30.12.2017, 10:00 Uhr

Hat der nichts Besseres zu tun? Und das ausgerechnet an Silvester? Und dann auch noch nachts? Die Antwort: Es ist wohl das Beste, was Mirko Dreiser und seine Mitstreiter tun können. In der Nacht auf Silvester starten sie zu einem Spendenlauf, um Menschen zu helfen, die Hilfe benötigen. Über 67 Kilometer geht es in der Nacht auf Sonntag von Kürrenberg nach Montabaur. Doch damit nicht genug: Dort angekommen, hängt Dreiser gleich noch eine Runde dran und nimmt am Münz-Silvesterlauf teil. Mit im Gepäck hat der gebürtige Thürer mal wieder einen Spendenscheck zugunsten der Münz-Stiftung zur Förderung des Sports bei Kindern und Jugendlichen.

Das Spendenschwein ist gut gefüllt: Die Zielmarke von 1500 Euro für die Münz-Stiftung wurde schon erreicht. Bevor es in der Nacht auf Silvester losgeht, traf sich Spendenlauf-Organisator Mirko Dreiser (links) mit seinen Mitstreitern zu einem letzten Training am Laacher See.
Das Spendenschwein ist gut gefüllt: Die Zielmarke von 1500 Euro für die Münz-Stiftung wurde schon erreicht. Bevor es in der Nacht auf Silvester losgeht, traf sich Spendenlauf-Organisator Mirko Dreiser (links) mit seinen Mitstreitern zu einem letzten Training am Laacher See.
Foto: Elvira Bell

Mehr als ein Dutzend Gleichgesinnte werden ihn auf dem Lauf von der Eifel in den Westerwald begleiten. Einige wenige die ganze Strecke, andere werden etappenweise dabei sein. Dieser Tage traf man sich in Maria Laach, um einige Runden um den See zu drehen und letzte Details zu besprechen.

Was Dreiser, der den Spendenlauf organisiert, besonders freut: „Wir haben die 1500-Euro-Marke, die ich mir als Gesamtspendensumme gewünscht hatte, schon geknackt.“ Und er spekuliert auf noch mehr: „Wer weiß, wie viel wir bis Silvester insgesamt noch zusammenbekommen.“ Eine wichtige Stütze bei dem Spendenlauf und der Organisation ist Dreisers Freund Dirk Hoverscheid. Dieser wird die Teilnehmer in der Nacht in Thür, Plaidt, Neuwied, Bendorf und Vallendar mit Essen und Getränken versorgen. „Diese Unterstützung ist unbezahlbar“, lobt Dreiser. Während er selbst beim Laufen am besten mit Apfelschorle und Waffeln zurechtkommt, bietet der 51-jährige Hoverscheidt den Mitläufern unter anderem Tee und Energydrinks an. „Ich möchte das vielfältige Engagement von Mirko mit meinen zur Verfügung stehenden Mitteln unterstützen und somit meinen kleinen Beitrag für eine gute Sache leisten“, erklärt er sein Engagement.

Dreiser erläutert, wo es langgeht: „Die ersten Kilometer laufen wir von Kürrenberg aus durch den Wald nach Mayen, von dort bis zum Verpflegungspunkt in Vallendar geht es über Straßen. Der letzte Abschnitt führt uns dann wieder bis Montabaur durch den Wald.“ Seit seinem ersten Spendenlauf im Jahr 2004 beim 100-Kilometer-Lauf in Biel/Schweiz liebt es Dreiser, im Dunkeln zu laufen. „Die Natur schläft. Zum Morgengrauen hört man die ersten Vögel, und man hat das Gefühl, selbst zu erwachen. Die Augen von Rehen, Füchsen und Wildschweinen erscheinen einem riesig im Licht der Stirnlampe. In der Gruppe führst du tolle Gespräche, und wenn man allein läuft, kann man seinen eigenen Herzschlag hören – und ich freue mich, dass es noch schlägt.“ Ja, dazu hat Dreiser allen Grund: 1993 wurde ihm ein Herzschrittmacher implantiert. Am 27. Dezember 1998 durfte er erstmals wieder einen Dauerlauf absolvieren. Das ist jetzt fast genau 19 Jahre her. 19 Jahre, in denen der heute 43-Jährige einen Riesenspaß am Laufen entwickelt hat.

Spaß am Laufen haben auch die 34-jährige Melanie Dahm und die drei Jahre jüngere Hanna Dahm aus Andernach. Sie werden beim Teilstück von Plaidt bis Andernach dabei sein. „Wir haben Mirkos tolle, unterhaltsame und zum Teil sehr spannende Aktionen in diesem Jahr verfolgt. Wir waren auch schon beim Deutschlandlauf live an und auf der Strecke. Zuerst wollten wir nur den Spendenscheck schwerer machen, aber da eine der Etappen ein Heimspiel von uns ist, haben wir uns entschlossen, ein Stück mitzulaufen.“ Da der Spendenlauf quasi an seiner Haustür vorbeiführt und er seit 13 Jahren ohnehin alljährlich am Münz-Silvesterlauf teilnimmt, macht Willi Dolfen aus Höhr-Grenzhausen bei der Aktion mit.

„Ich finde es wichtig und gut, dass die Kinder in unserer Region so diese sportliche Förderung durch die Münz-Stiftung erhalten“, so der 59-Jährige. Und Dorothea Gross will die Teilstrecke von Vallendar nach Montabaur mitlaufen. „Sport ist eine gute Sache“, sagt die 58-Jährige aus Nochern im Rhein-Lahn-Kreis. „Durch meine Unterstützung möchte ich dazu beitragen, dass Kinder und Jugendliche die Möglichkeit haben, einem Verein beizutreten und gemeinsam mit anderen Sport zu treiben.“ Angst, dass Dreiser ihnen davonläuft, muss keiner der Teilnehmer haben: „Ich werde mich deren Lauftempo anpassen“, verspricht der Familienvater.

Übrigens: In der Nacht auf Neujahr lässt Dreiser die Laufschuhe ausnahmsweise mal aus. Am Silvesterabend ist er zu Hause. Ehefrau Jessica meint: „Ich bin froh, dass mein Mann, unser Kind und ich in diesem Jahr zum Jahreswechsel endlich einmal gemeinsam bei uns zu Hause sind.“

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